Ausgangslage
Im mittelamerikanischen Werk eines international tätigen Automobilherstellers kam der Produktionsanlauf nicht in Gang. Ein Problem in der Lederverarbeitung ließ sich über Monate nicht abstellen. Bearbeitet wurde es aus der Entfernung — über Berichte, Telefonate und Videokonferenzen. Jede Runde kostete Wochen, und jede Erklärung klang plausibel, solange niemand vor Ort war, der sie hätte prüfen können.
Warum der Anlauf erst vor Ort in Gang kam
Reise ins Werk, gemeinsam mit Technologiespezialisten für Leder — technische Projektleitung Automotive an dem Ort, an dem das Problem entsteht. Analyse direkt an der Anlage und am Material statt an Berichten: was tatsächlich passiert, in welchem Prozessschritt, unter welchen Bedingungen. Maßnahmen wurden vor Ort gemeinsam mit den Technologiespezialisten und dem Werksteam abgestimmt, umgesetzt und sofort überprüft — in Tagen statt in Abstimmungsschleifen. Parallel dazu das, was ein Anlauf ohnehin braucht: Änderungsmanagement, Bemusterung, Steuerung der Lieferantenseite.
Ergebnis
Die Probleme, für die es monatelang keine Lösung gegeben hatte, waren vor Ort gelöst, und der Anlauf lief. Der entscheidende Unterschied lag für die technische Projektleitung Automotive nicht in der Analysemethode, sondern im Ort: Manche Probleme lassen sich aus der Ferne nicht lösen, egal wie gut berichtet wird. Sie brauchen jemanden, der hinfährt und bleibt, bis es läuft.
Weiterführend: ein festgefahrenes Projekt von außen wieder in Gang bringen